Essen und Trinken trotz PEG
22.02.2010Neue Daten zur Verbreitung von Magensonden in deutschen Heimen
Obwohl die Verwendung von PEG-Sonden zur Ernährung von Pflegeheimbewohnern vielfach diskutiert wird, gab es bislang noch keine Zahlen darüber, wie häufig Magensonden tatsächlich eingesetzt werden. Eine kürzlich veröffentlichte Studie* schafft jetzt Klarheit:
Nur etwa 6,6 % der Pflegebedürftigen werden über die Sonde ernährt. Gleichzeitig konnte gezeigt werden, dass ein Großteil der Sondenpatienten auch normales Essen und Getränke bekommt. Etwa bei jedem zehnten Patienten wird die Sonde sogar wieder entfernt, weil sie nicht mehr notwendig ist.
Ein weiteres interessantes Ergebnis der Untersuchung ist, dass die meisten Bewohner bereits mit einer Magensonde in ein Pflegeheim kommen und nur der geringere Teil der Sonden nach dem Einzug in die Pflegeeinrichtung gelegt wird. Es konnte auch lediglich ein schwacher Zusammenhang zwischen der PEG-Häufigkeit und der Anzahl der Pflegekräfte in einer Einrichtung festgestellt werden. Dies widerspricht der verbreiteten Annahme, dass PEGs lediglich zur Pflegeerleichterung gelegt werden.
Ziel der Untersuchung war es, die Verbreitung von PEG-Sonden in deutschen Pflegeheimen zu bestimmen und gleichzeitig Charakteristika von Pflegeheimen zu ermitteln, die die Verwendung von Ernährungssonden möglicherweise beeinflussen. Teilgenommen haben über 800 Heime mit knapp 67.000 Bewohnern in ganz Deutschland, die per Fragebogen anonym zu speziellen Aspekten der Sondenernährung, aber auch zur Personalstruktur und Organisation Stellung nahmen.
* Wirth R, Bauer JM, Willschrei HP, Volkert D, Sieber CC
Prevalence of Percutaneous Endoscopic Gastrostomy in Nursing Home Residents – A Nationwide Survey in Germany
Gerontology 2009, December 11 (Epub ahead of print)
Den englischsprachigen Abstract zur genannten Studie finden Sie hier.
Eine deutschsprachige Zusammenfassung können Sie sich im Folgenden herunterladen:
Obwohl die Verwendung von PEG-Sonden zur Ernährung von Pflegeheimbewohnern vielfach diskutiert wird, gab es bislang noch keine Zahlen darüber, wie häufig Magensonden tatsächlich eingesetzt werden. Eine kürzlich veröffentlichte Studie* schafft jetzt Klarheit:
Nur etwa 6,6 % der Pflegebedürftigen werden über die Sonde ernährt. Gleichzeitig konnte gezeigt werden, dass ein Großteil der Sondenpatienten auch normales Essen und Getränke bekommt. Etwa bei jedem zehnten Patienten wird die Sonde sogar wieder entfernt, weil sie nicht mehr notwendig ist.
Ein weiteres interessantes Ergebnis der Untersuchung ist, dass die meisten Bewohner bereits mit einer Magensonde in ein Pflegeheim kommen und nur der geringere Teil der Sonden nach dem Einzug in die Pflegeeinrichtung gelegt wird. Es konnte auch lediglich ein schwacher Zusammenhang zwischen der PEG-Häufigkeit und der Anzahl der Pflegekräfte in einer Einrichtung festgestellt werden. Dies widerspricht der verbreiteten Annahme, dass PEGs lediglich zur Pflegeerleichterung gelegt werden.
Ziel der Untersuchung war es, die Verbreitung von PEG-Sonden in deutschen Pflegeheimen zu bestimmen und gleichzeitig Charakteristika von Pflegeheimen zu ermitteln, die die Verwendung von Ernährungssonden möglicherweise beeinflussen. Teilgenommen haben über 800 Heime mit knapp 67.000 Bewohnern in ganz Deutschland, die per Fragebogen anonym zu speziellen Aspekten der Sondenernährung, aber auch zur Personalstruktur und Organisation Stellung nahmen.
* Wirth R, Bauer JM, Willschrei HP, Volkert D, Sieber CC
Prevalence of Percutaneous Endoscopic Gastrostomy in Nursing Home Residents – A Nationwide Survey in Germany
Gerontology 2009, December 11 (Epub ahead of print)
Den englischsprachigen Abstract zur genannten Studie finden Sie hier.
Eine deutschsprachige Zusammenfassung können Sie sich im Folgenden herunterladen:




